Chronik der Abteilung Tiefenbach von der Gründung 1939 bis heute

Die Zeit vor 1939

Vor dem Jahr 1939 gab es in Tiefenbach keine Feuerwehr. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Dorf wurde eine Löschmannschaft eingeteilt, zu der alle jungen Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren herangezogen wurden. Ein bis zweimal im Jahr wurde mit den beiden schon damals vorhandenen Handdruckspritzen eine kleine Übung abgehalten. Als Spritzenmeister wurde von der Gemeindeverwaltung irgendein älterer Mann bestimmt. Die Löschmannschaft bestand aus zwölf Mann für die Pumpenbedienung sowie dem Spritzmeister und den Schlauchführern. Um im Falle eines größeren Brandes Unterstützung aus den Nachbarorten anzufordern, wurde früher ein Feuerreiter bestimmt, der dann mit seinem Pferd in die nächste Ortschaft ritt und dort die Feuerwehrmannschaften alarmierte. Als dann das Fahrrad im Straßenverkehr immer mehr an Bedeutung gewann, wurde auch der Feuerreiter durch einen Fahrradfahrer ersetzt. Zur damaligen Zeit besaß Tiefenbach zwei Handdruckspritzen. Während die erste vorhandene Handdruckspritze für die damalige Zeit als sehr gut und modern bezeichnet werden konnte, war die zweite ein altes Fabrikat mit Holzachsen. Außerdem war sie nicht genormt, sodass man bei deren Verwendung extra Schlauchmaterial verwenden musste. Aus diesem Grund wurde sie dann im Jahr 1948 schließlich als Altmaterial verkauft, wohingegen die andere Handdruckspritze auch im Jahr 1954 noch im Einsatz war.

 

Die Gründung 1939

Im Jahre 1939 besuchte Johannes Stather einen 14-tägigen Kurs an der Feuerwehrschule in Schwetzingen. Nach seiner Rückkehr wurde die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach gegründet. Mitglied werden konnte jede männliche Person, die das 18. Lebensjahr erreicht hatte. Wer der Wehr nicht freiwillig beitreten wollte, wurde von der Gemeindeverwaltung zur Zahlung einer Feuerschutzabgabe verpflichtet, welche für die jüngeren Bürger 10 DM betrug.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Tiefenbach im Zweiten Weltkrieg

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte auch Folgen für die Feuerwehr Tiefenbach. Durch den Krieg wechselten mehrmals die Kommandanten, da einige von ihnen zur Wehrmacht einberufen wurden. Nach der Einberufung von Johannes Stather wurde Wendelin Vetter und nach dessen Einberufung zum Wehrdienst Johannes Rechner zum Kommandanten ernannt. Im Jahre 1942 kaufte die Gemeindeverwaltung von der Firma Baltke eine neue Motorspritze TS8. Als Johannes Stather nach Kriegsende nach Tiefenbach zurückkehrte, übernahm er wieder die Führung der Wehr. Allerdings hatte sich der Materialbestand infolge des Krieges stark verringert. Schlauchmaterial war überhaupt keines mehr vorhanden und auch die Motorspritze wurde von den Besatzungstruppen mitgenommen. Dies führte dazu, dass die Wehr nach und nach wieder frisch aufgebaut und das fehlende Material nach und nach neu beschafft werden musste.

Am 27.03.1949 brannte in der Menzinger Straße in Tiefenbach ein Wohnhaus, welches mit der alten Handdruckspritze gelöscht wurde.

 

Übergabe der neuen Motorspritze

Am 19.07.1954 fuhren vier Kameraden nach Giengen an der Brenz, um die neue Motorspritze von der Firma Ziegler in Empfang zu nehmen. Für die Anschaffung dieser Motorspritze hatte die Feuerwehr der Gemeinde 1000 DM aus der Wehrkasse übergeben.

 

Tragkraftspritzenanhänger TSA 8

Am 25.02.1958 konnte die Feuerwehr Tiefenbach den neuen Tragkraftspritzenanhänger TSA 8 von der Firma Beuttenmüller in Dienst stellen.

 

Einweihung Feuerwehrhaus

Am 06.12.1969 fand die Übergabe und Einweihung des neuen Feuerwehrhauses am heutigen Standort statt.

 

Zusammenschluss zur Feuerwehr Östringen

In Folge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg schlossen sich die bisher eigenständigen Gemeinden Östringen, Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach zum 01.01.1972 zur Gemeinde Östringen zusammen. Somit wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbach die Freiwillige Feuerwehr Östringen Abteilung Tiefenbach. Im März 1974 fand dann die erste gemeinsame Hauptversammlung aller vier Abteilungen statt.

 

Löschgruppenfahrzeug LF 8

Am 24.10.1973 fuhr eine Abordnung der Abteilung Tiefenbach nach Giengen an der Brenz, um das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 bei der Firma Ziegler abzuholen. Am 09.06.1974 wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 dann im Rahmen des 35-jährigen Jubiläums der Abteilung Tiefenbach offiziell in Dienst gestellt.

 

Gründung einer Jugendfeuerwehr

Im März 1990 gründete die Abteilung Tiefenbach eine Jugendfeuerwehr, deren erster Jugendwart Thomas Bodirsky wurde.

 

Aufstockung des Feuerwehrhauses

Am 22.06.1990 übergab Bürgermeister Bamberger in einer offiziellen Feierstunde die neuen  Räumlichkeiten nach abgeschlossener Aufstockung des Feuerwehrhauses an die Feuerwehr.

 

Schnelleinsatzboot

Am 25.05.2000 fand die offizielle Übergabe des neuen Schnelleinsatzbootes an die Abteilung Tiefenbach statt. Das Schnelleinsatzboot mit zugehörigem Eisschlitten dient seitdem als Rettungsmittel für Einsätze auf dem örtlichen Kreuzbergsee. Als Transportmittel für das neue Boot hatten einige Kameraden im Vorfeld einen alten Anhänger in Eigenarbeit komplett überholt und neu aufgebaut.

 

Neuer Mannschaftstransportwagen

Am 18.03.2002 konnte die Abteilung Tiefenbach ihren neuen Mannschaftstransportwagen MTW beim VW-Nutzfahrzeugzentrum in Karlsruhe abholen. In Eigenarbeit wurde der gesamte Innenausbau in über 200 Arbeitsstunden von den Kameraden selbst gemacht. Im Rahmen des St. Florianfestes am 21.04.2002 fand dann die offizielle Übergabe des neuen MTW statt.

 

Löschgruppenfahrzeug LF 10/6

Am 21.12.2004 fuhren einige Kameraden der Abteilung Tiefenbach nach Weisweil um das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 direkt im dortigen Iveco Magirus-Werk abzuholen. Offiziell übergeben wurde das neue Fahrzeug im Rahmen des St. Florianfestes am 24.04.2005.

 

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